Wer einen Trauring, einen Verlobungsring oder ein anderes Schmuckstück aussucht, steht früher oder später vor der Frage: Gelbgold, Weißgold oder Roségold? Dazu kommen Zahlen wie 333, 585 oder 750, die auf vielen Stücken eingestempelt sind. In diesem Artikel erklären wir, was hinter den Goldfarben steckt, was die Zahlen bedeuten und worauf Sie bei Pflege und Verträglichkeit achten sollten.
Zunächst das Wichtigste: Reines Gold, auch Feingold genannt, ist sehr weich. Ein Ring aus reinem Gold würde schnell Kratzer bekommen und sich leicht verbiegen. Deshalb wird Gold für Schmuck fast immer mit anderen Metallen gemischt. Diese Mischung heißt Legierung.
Die beigemischten Metalle machen das Gold fester und bestimmen gleichzeitig die Farbe. Typische Zusätze sind Silber, Kupfer, Palladium oder Zink. Je nachdem, welche Metalle in welchem Verhältnis verwendet werden, entsteht Gelbgold, Weißgold oder Roségold.
Was 333, 585 und 750 bedeuten
Die Zahl auf dem Schmuckstück, der sogenannte Stempel oder die Punze, zeigt den Feingoldanteil in Tausendsteln:
- 333: 333 von 1000 Teilen sind reines Gold, also rund ein Drittel. Das entspricht 8 Karat.
- 585: 585 von 1000 Teilen sind reines Gold, also etwas mehr als die Hälfte. Das entspricht 14 Karat.
- 750: 750 von 1000 Teilen sind reines Gold, also drei Viertel. Das entspricht 18 Karat.
Je höher die Zahl, desto mehr Gold steckt im Stück und desto kräftiger wirkt in der Regel die Farbe. Ein höherer Goldanteil bedeutet aber nicht automatisch, dass ein Ring robuster ist. 585er Gold ist im Alltag sehr beliebt, weil es einen guten Mittelweg zwischen Goldanteil und Festigkeit bietet. 750er Gold ist wertvoller und hat einen satteren Farbton. Bei Trauringen werden beide Legierungen häufig gewählt.
Übrigens: Türkische Goldmünzen und viele Armreifen haben 22 Karat, also 916er Gold. Dort ist der Goldanteil noch höher.
Gelbgold: der Klassiker
Gelbgold ist die Farbe, die die meisten Menschen mit Gold verbinden. Neben Feingold enthält es meist Silber und Kupfer in ausgewogenem Verhältnis. Je höher der Feingoldanteil, desto wärmer und kräftiger leuchtet der gelbe Ton.
Gelbgold wirkt klassisch und zeitlos. Kleine Kratzer, die im Alltag entstehen, fallen weniger auf, und eine Aufpolitur bringt den Glanz gut zurück.
Weißgold und die Rhodinierung
Weißgold entsteht, wenn Gold mit hellen Metallen wie Palladium oder Silber legiert wird. Die Legierung selbst ist dadurch nicht schneeweiß, sondern hat einen leicht warmen, grauen oder gelblichen Schimmer.
Damit Weißgold strahlend hell aussieht, wird es häufig rhodiniert. Dabei wird eine sehr dünne Schicht Rhodium aufgebracht, ein Metall aus der Platingruppe. Diese Schicht sorgt für den kühlen, hellen Glanz. Sie nutzt sich mit der Zeit ab, vor allem an Stellen, die viel Kontakt haben, etwa an der Innenseite eines Rings. Dann schimmert die eigentliche Farbe der Legierung wieder durch. Das ist kein Mangel, sondern ganz normal. Eine neue Rhodinierung kann den hellen Glanz zurückbringen.
Roségold: warm und dezent
Roségold, je nach Farbintensität auch Rotgold genannt, bekommt seinen Ton durch einen höheren Anteil an Kupfer. Je mehr Kupfer, desto rötlicher die Farbe. Roségold wirkt warm, weich und modern zugleich und lässt sich gut mit anderen Goldfarben kombinieren, zum Beispiel bei Bicolor-Ringen.
Durch den Kupferanteil ist Roségold recht widerstandsfähig. Mit der Zeit kann sich die Farbe ganz leicht vertiefen, was viele als schöne Patina empfinden.
Verträglichkeit und Allergien
Manche Menschen reagieren empfindlich auf bestimmte Metalle. Bekannt ist vor allem die Nickelallergie. Einige Weißgoldlegierungen enthalten Nickel, weil es die Farbe aufhellt. Wenn Sie wissen oder vermuten, dass Sie auf Nickel reagieren, ist palladiumhaltiges Weißgold oder Platin im Zweifel die bessere Wahl. Fragen Sie beim Kauf ruhig nach, welche Legierung verwendet wird. Bei Hautreaktionen ist ein Arzt die richtige Anlaufstelle, um die Ursache zu klären.
Welche Farbe passt zu mir?
Oft hört man Regeln wie „Gelbgold zu warmer Haut, Weißgold zu heller Haut“. Am Ende ist das aber Geschmackssache. Wichtiger ist, ob Ihnen die Farbe gefällt, ob sie zu Ihrem übrigen Schmuck passt und wie Sie sich damit fühlen. Am besten probieren Sie verschiedene Farben direkt an der Hand an. Unsere Trauringe gibt es in Gelbgold, Rotgold, Roségold, Weißgold, Weißgold-Palladium, Platin, Palladium und Silber, auch Bicolor ist möglich.
Pflege für lange Freude
- Legen Sie Ringe beim Putzen, Gärtnern oder Sport ab.
- Reinigen Sie Goldschmuck gelegentlich mit lauwarmem Wasser, etwas milder Seife und einer weichen Bürste.
- Bewahren Sie Schmuckstücke getrennt auf, damit sie sich nicht gegenseitig zerkratzen.
- Vermeiden Sie Kontakt mit Chlor, etwa im Schwimmbad.
Sie möchten die Farben in Ruhe vergleichen? Kommen Sie gern in die Wengengasse 33 in Ulm. Wir beraten Sie auf Deutsch und auf Türkisch, ganz unverbindlich. Wir sind Montag bis Freitag von 10:00 bis 19:00 Uhr und Samstag von 10:00 bis 18:00 Uhr für Sie da.
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